Respekt, Respekt...

Das erste Mal auf eigenem Kiel in den Watten und auf der Nordsee
Bericht über den Besuch von 16 "Fünf-Sterne-Inseln" beim Törn "Rund Skagen"
von Jörg W. Ziegenspeck (PDF mit der Beschreibung aller Segelbücher) [713 KB]


88 Seiten, 15 x 21 cm
88 Fotos und Karten
24,80 € / 46,60 sFr
ISBN 978-3-940562-55-5

2010 brachen Gisela Brehmer-Ziegenspeck und Jörg W. Ziegenspeck erneut auf, um Jütland zu umrunden. Darüber wird im zweiten Buch der kleinen Segelreihe im ZIEL-Verlag berichtet.

Mit bangen Gefühlen verließen beide Anfang Juli 2010 die Marina in Neustadt (Holstein), um erstmals in ihrem Seglerleben mit ihrer kleinen Motorsegelyacht ’NORDLICHT’ (Hamburg) die Watten zu erkunden. Mit neuem Selbstvertrauen und gestärkt durch zahlreiche schöne Erlebnisse und wichtige Erfahrungen kehrte das Ehepaar Anfang September wohlbehalten wieder nach Hause zurück. Der Respekt vor dem doch im Gegensatz zur Ostsee so ganz anderen Charakter der Nordsee ist gewachsen, denn viele zusätzliche Überlegungen müssen angestellt werden, um in den Watten und in der Nordsee sicher zu navigieren. Insbesondere das tiefe, regelmäßige Atmen, das durch Ebbe und Flut diesen interessanten Naturraum bestimmt, hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Das Ablegen ist nur möglich, wenn das Schiff nicht mehr im Schlick steckt; das Reiseziel will bedacht sein, weil es nur mit dem entsprechenden Wasser unter dem Kiel erreicht werden kann. Wechselnde Strömungen, enge Fahrwasser, eine recht übersichtliche Zahl von geeigneten Häfen zwingen zur vorausschauenden und gewissenhaften Planung jedes Reiseabschnitts. Mal muss man nachts starten, mal wird es später Vormittag, ehe man die richtige Tide erwischt, die dem geplanten Tagesziel entspricht. Genaue Wetterberichte und Revierinformationen können zwar eingeholt werden, wichtiger sind aber oftmals die Auskünfte, die man von Fischern und altbewährten Segelkameraden bereitwillig erhält, die an diesen Küstenabschnitten zu Hause sind. Oft bedarf es des „siebten Sinnes“ und immer besonderer Achtsamkeit, um mit Umsicht und Sorgfalt die Törnabschnitte festzulegen. Dann aber wird jeder Segler belohnt und kann sich an der Schönheit dieser Seewelt geradezu berauschen, noch dazu, wenn der Sommer wirklich so genannt werden darf, wie das 2010 der Fall war.

Am Ende des zweimonatigen Segeltörns wird Bilanz gezogen: tief ins Bewusstsein haben sich heiße Sommertage an der Nordsee, weiße Wolkengebirge über tiefblauem Meer, das Wogen dichter Kornfelder unter azurblauem Himmel und die Stille in der Natur einerseits, andererseits das Brausen der See und das Stürmen des Windes, vor dessen Gewalt sogar die Möwen flohen, eingegraben. Es war ein beeindruckend abwechslungsreicher Sommer mit allem, was dazu gehört: bleierne See und drückende Hitze, Flaute und Gewitter, viel und wenig Wind – mal von vorn und mal von achtern –, traumhafte, sternenklare Nächte und sorgenvolle Überlegungen, wenn der Sturm die Wellen peitschte und gar nicht mehr aufzuhören gedachte.

Aber ebenso können als innerer Besitz viele Begegnungen mit fremden Menschen, die dem Skipper und seiner Frau dann aber im Gespräch schnell nahe kamen, verbucht werden, dazu bereichernde Augenblicke beim Besuch von Museen, Ausstellungen und Konzerten. Insofern wurde auch dieser Törn – wie auch diejenigen der vergangenen Jahre - zur bereichernden Kulturreise: das Segeln als sportliche Betätigung wird letztlich zum Mittel zum Zweck, um soziale, kulturelle, historische und politische Zusammenhänge zu studieren und miteinander in Einklang zu bringen, wobei der alles umgebende Naturraum die größte Faszination ausübt, also dem Segeln letztendlich dann doch hoher Stellenwert eingeräumt wird.

Waren es im Jahr 2009 bei der Reise „Rund Ostsee“ neun Anrainerstaaten, die Gisela und Jörg W. Ziegenspeck besuchten, so lief MSY ’NORDLICHT’ im Sommer 2010 auf ihrem Törn „Rund Jütland“ 16 Inseln an, die das Ehepaar – wegen ihrer natürlichen Schönheit, ihrer geographischen Unverwechselbarkeit und ihrer sommerlichen Farbenpracht – „Fünf-Sterne-Inseln“ nannten: denn auf jeder von ihnen kann man sich wohlfühlen, kommt man zu sich selbst, findet man Ruhe und Geborgenheit und zahlreiche Anlässe, sein Wissen und seine Einsichten (gemäß dem Motto: „Reisen bildet“) optimal zu ergänzen.

Insofern ist der reich illustrierte Reisebericht nicht nur ein wichtiger Begleiter für Segler; alle Dänemark-Liebhaber und -Pfadfinder – ob per pedes, mit dem Fahrrad, dem Wohnmobil oder anderen Fortbewegungsmitteln auf Entdeckungstour – dürften Gewinn aus der lebendigen Darstellung ziehen und viele Anregungen bekommen

1. Die erste Etappe: Von der Ostsee in die Wattenwelt
2. Die zweite Etappe: Durch die Watten zu den nordfriesischen Inseln
3. Die dritte Etappe: Durch die dänische Nordsee bis nach Skagen
4. Die vierte Etappe: Von Nord-Jütland bis Süd-Langeland
5. Die fünfte Etappe: Von Bagenkop bis nach Hause
6. Fazit – oder: Dankbarer Rückblick
7. Tabellarische Übersicht über den Verlauf

Produkt-ID: 978-3-940562-55-5

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Mit bangen Gefühlen verließen wir Anfang Juli die Marina in Neustadt (Holstein), um erstmals in unserem Seglerleben mit unserer kleinen Motorsegelyacht ’NORDLICHT’ (Hamburg) die Watten zu erkunden. Mit neuem Selbstvertrauen und gestärkt durch zahlreiche schöne Erlebnisse und wichtige Erfahrungen kehrten wir Anfang September wohlbehalten wieder nach Hause zurück. Der Respekt vor dem doch im Gegensatz zur Ostsee so ganz anderen Charakter der Nordsee ist gewachsen, denn viele zusätzliche Überlegungen müssen angestellt werden, um in den Watten und in der Nordsee sicher zu navigieren. Insbesondere das tiefe, regelmäßige Atmen, das durch Ebbe und Flut diesen interessanten Naturraum bestimmt, haben einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das Ablegen ist nur möglich, wenn das Schiff nicht mehr im Schlick steckt; das Reiseziel will bedacht sein, weil es nur mit dem entsprechenden Wasser unter dem Kiel erreicht werden kann. Wechselnde Strömungen, enge Fahrwasser, eine recht übersichtliche Zahl von geeigneten Häfen zwingen zur vorausschauenden und gewissenhaften Planung jedes Reiseabschnitts. Mal muss man nachts starten, mal wird es später Vormittag, ehe man die richtige Tide erwischt, die dem geplanten Tagesziel entspricht. Genaue Wetterberichte und Revierinformationen können zwar eingeholt werden, wichtiger sind aber oftmals die Auskünfte, die man von Fischern und altbewährten Seglerkameraden bereitwillig erhält, die an diesen Küstenabschnitten zu Hause sind. Oft bedarf es des „siebten Sinnes“ und immer besonderer Achtsamkeit, um mit Umsicht und Sorgfalt die einzelnen Törnabschnitte festzulegen. Dann aber wird jeder Segler belohnt und kann sich an der Schönheit dieser Seewelt geradezu berauschen, noch dazu, wenn der Sommer wirklich so genannt werden darf, wie das 2010 der Fall war.